Radio Day 2011
Valeria am Donnerstag, den 6. Oktober 2011Hallo schon wieder,
mein Geltungsdrang lässt mir einfach keine Ruhe und ich muss euch dringend die letzten Neuigkeiten erzählen. Obwohl mit den “Neuigkeiten“ – das ist ja ein bisschen übertrieben. Denn ich möchte euch von der Veranstaltung berichten, die von AS&S Radio und RMS vor zwei Wochen durchgeführt wurde. Wie ihr vielleicht bereits mitbekommen habt, fand der langersehnte Radio Day zum 17. Mal am 20. September in Köln statt. Ich war leider nicht dabei. Aber nichtsdestotrotz hoffe ich, dass ich euch doch einen Einblick in den bedeutendst
en Radio-Event Deutschlands gewähren kann.
Wie geplant hat das Ganze mit dem Kongress angefangen. Da haben die Experten eine Reihe von Vorträgen zur Entwicklung der Radiolandschaft präsentiert. „Radio-Primetime: Die Morning Show der Zukunft“, „Aspirational Branding: Botschaften, die Massen bewegen“ oder “Handy, Snacks und das Web 3.“ - es gab also viel zu besprechen. Dabei kamen der Veranstaltung die renommierten Testimonials wie US-Radio-Legende Dennis Clark oder Barack Obamas Wahlkämpfer Julius van de Laar zugute. Die als Werbeikone berühmte Verona Pooth war übrigens auch da. Ihr Branchentalk mit dem deutschen Werber und langjährigen Geschäftsführer von Jung von Matt Bernhard Lukas hat den Kongress abgerundet.
Nach dem Kongress startete wohl der spannendste Teil der Veranstaltung, nämlich die Radio Day Lounge. Gedacht wurde sie als Ausstellung, bei der Radio-, Marketing-, Werbemacher und Servicedienstleister die Messegäste mit ihren neuesten Know-Hows bekannt machen. Das funk
tioniert am besten durchs Testen, was die Besucher selbstverständlich wahrgenommen haben. AS&S Radio hat dabei seinen bereits sagenumwobenen Viral Spot „Enkelschreck“ präsentiert, der eigentlich als Branding-Experiment im Netz gelauncht wurde und in kurzer Zeit sehr populär unter Usern wurde. Völlig neu waren bei der Lounge „Radio Trend Talks“, die der Journalist und Autor Christian Stahl als einen interaktiven Dialog des Publikums mit Fachleuten moderierte. Hier hat man quicklebendig über User Generated Radio, Webradio und Radionutzung via Apps diskutiert.
Nach allen Debatten konnte man sich etwas ausruhen oder auch nicht: die legendäre Radio Day Party wurde zum gelungenen Ausklang der Kongress-Messe. Bands wie Frida Gold, Jem Cooke, MiMi, Feinkost , die King Kamehameha Club Band und DJ Blunt spielten auf der Party auf. Vielleicht kann ich euch drüber nächstes Jahr als Insider berichten.
Apropos, ich habe mich schon gefragt, ob der Radio Day international gefeiert wird. Zu meinem größten Erstaunen gibt es noch keinen offiziellen Radio-Feiertag. Diese schreiende Ungerechtigkeit hat man in Madrid neulich erkannt. Da ist die Spanische Akademie der Radiokünste und -wissenschaften (Academia de las Artes e y las Ciencias Radiofónicas de España) im Begriff, sich an die UNESCO mit dem Vorschlag zu wenden, den „World Radio Day“ einzuführen. Demnach sollte der Internationale Radio Tag am 30. Oktober gefeiert werden. Wenn man die Tatsache bedenkt, dass CBS am 30. Oktober 1938 das bekannteste Hörspiel in der Radio-Geschichte, nämlich „The War of the Worlds“ ausgestrahlt hat, scheint die Idee nicht so verkehrt zu sein. Die von Herbert Wells verfasste und von Orson Welles als Hörspiel überarbeitete Science-Fiction hat damals für Furore und Massenpanik der US-Bürger gesorgt. Die Amerikaner waren sicher, dass Außerirdische den Planet Erde angegriffen haben. Na ja…Andererseits ist es nicht hervorragend, wie überzeugend das Medium Radio wirken kann? Kurze Rede, langer Sinn: Als Hommage an dieses Ereignis wurde also mit Fug und Recht der 30. Oktober ausgewählt. Wenn dies euch genauso wie den Spaniern am Herzen liegt, dann könnt ihr euch, allerdings nur als Vertreter der relevanten Institutionen, dem Petitionsbrief anschließen.
Ich würde jedenfalls so eine ehrenamtliche Initiative unterstützen und nun bereite ich mich gedanklich auf das Wochenende vor. Ein schönes Wochenende ohne Regen wünsche ich euch.
Grüßle aus dem regnerischen Frankfurt,
Valeria

