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“Social Radio” oder was?

Maria am Mittwoch, den 18. August 2010

Hallo da draußen,

und, wer hat schon den Wintermantel ausgepackt? Ich würde fast behaupten, dass uns die globale Erderwärmung im August mal so richtig die kalte Schulter zeigt! Demzufolge bin ich abends nun auch eher geneigt es mir mit einem guten Buch, Teechen und Kuscheldecke auf der Couch gemütlich zu machen, weshalb ich mit meiner Amazon-Mitgliedschaft  inzwischen in die Riege der “Top Buyer” hochgeschnellt sein dürfte. Meine letzte Errungenschaft ist “Der Schatten des Windes“ des spanischen Schriftstellers, Carlos Ruiz Zafón. Ich hatte richtig große Lust auf eine schöne Sprache und trotzdem es sich um eine Übersetzung handelt, bin ich keineswegs enttäuscht worden. Sicher ist es letztlich immer auch Geschmacksache, aber ich muss sagen, dass es sich dabei (bis jetzt zumindest) um ein spannendes Buch handelt, das vor allem von dem erzählerischen Talent des Autors lebt. Zafóns Roman wurde 2004 sogar im Rahmen der ZDF-Serie “Unsere Besten“ auf Platz 16 der Lieblingsbücher der Deutschen gewählt.

Unsere AS&S Radio Ost-Kombi hat dem Sommer allerdings noch nicht abgeschworen und tingelt momentan mit dem Eiswagen und leckerem Häagen-Dazs-Eis bewaffnet durch Deutschland. Für die Sorte “Caramel Biscuit & Cream” würde ich echt sterben!! Da wäre es mir sogar egal, wenn wir draußen Minusgrade verzeichnen würden! Was ist denn euer Favorit? Oh man, je länger ich darüber nachdenke, desto sicherer wird es, dass ich heute abend mit meiner WG nicht nur Pizza bestelle… ;)

Doch gedanklich noch mal kurz zurück zum Radiogeschehen! Nachdem ich euch letzte Woche  ja bereits etwas zu “Green Marketing” erzählt habe, was u.a. Thema auf dem Kongress des RADIO DAY sein wird, möchte ich euch heute das Thema der RADIO DAY Podiumsdiskussion: “Social Radio – Hörerbindung mit Facebook, Twitter und Co.” vorstellen. Jeder von uns kennt doch die Plattformen des Social Webs (oder auch Web 2.0 genannt) und weiß, dass schon lange nicht mehr nur Freunde, Nachbarn oder unbekannte Privatpersonen dort aktiv sind. Viele Firmen und Unternehmen bedienen sich heute diesem Medium, um ihre Zielgruppen mal anders zu erreichen, so natürlich auch Radiosender. Vor allem die jüngeren Radiohörer, praktisch die “natives” des web 2.0, sollen in ihrem “natürlichen” Umfeld angesprochen werden. Allerdings geht es den Sendern dieser Zielgruppe nicht darum die typischen Programminfos o.ä. per Twitter, Facebbook etc. an die Hörer zu bringen. Fritz, Radio Energy, 1Live & Co. wollen mit ihren Hörern in der “Internetküche” quatschen, sich austauschen und zielen dabei nicht auf die klassische Einbahnstrassenkommunikation, sondern nehmen Anregungen und Ideen der Hörer dankend entgegen. Außerdem werden eben auch mal ganz gerne Sender-Interna über den Äther gejagt und genau dieser Blick in den Radioalltag wirkt  Hörer bindend. Wie sieht das so erzeugte „Social Radio“ also aus, das neben dem On-Air-Programm agiert? Wie lässt sich der Online-Dialog glaubwürdig und gleichzeitig unterhaltsam gestalten und vor welche Herausforderungen stellt diese Entwicklung Sender und Werbetreibende? Diese und viele weitere Fragen werden im Zuge der Podiumsdiskussion von Interesse sein. Wenn ich euch ein wenig neugierig machen konnte, findet ihr weitere Informationen zum Thema hier.

So und nun geht es für mich schnell ins Fitnesstudio, um mir mein Häagen Dazs zu verdienen… ;)

Bis nächste Woche,

Eure Maria

 

Gastbeitrag in der KW5

CLea am Mittwoch, den 30. Januar 2008

Es ist schon ein Kreuz mit dem Internet: Die einen wollen gerne, dürfen aber nicht, die anderen dürfen, können aber nicht und die dritten können, wollen aber nicht.

Die Onlineauftritte der deutschen Hörfunkstationen könnten unterschiedlicher nicht sein, nur eines scheinen sie gemein zu haben: So richtig prima sind sie nicht. Alles redet von Web 2.0, und klassizistische Medienunternehmen wie zum Beispiel der Madsack Verlag oder die WAZ-Gruppe investieren fleißig in Social Networking-Sites und andere fortschrittliche Plattformen. Nur die Radiobranche schlafwandelt äthertrunken weiter und träumt davon, dass Tim Berners-Lee nie geboren wurde. Ist es wirklich so schlimm? Gibt es noch Rettung?

Kritische Worte im Bezug auf die Online-Communitys deutscher Radiosender gibt es ab morgen hier im radio.blog zu lesen. Vor zwei Tagen bekam ich eine Mail von Steffen Persiel. Steffen studiert BWL und Marketing an der Uni Lüneburg und hat den ganzen WWWahnsinn mal näher unter die Lupe genommen. Die Zusammenfassung seiner Studie, die er uns zur Veröffentlichung im Blog anbot, liest sich sehr spannend, daher geben wir seiner kritischen Stimmen gerne Raum sich zu artikulieren. Noch viel lieber lassen wir kritische Stimmen für ihre eigenen Worte auch geradestehen. Daher habe ich gesagt, “Herr Persiel”, habe ich gesagt, “Herr Persiel, schreiben Sie doch mal einen Gastbeitrag, von dem wir uns dann präventiv distanzieren können. Wir werden jedwede Verbindung zu ihnen leugnen und im Zweifel behaupten, Lüneburg sei nur eine kollektive Wahnvorstellung der Nachkriegsgeneration. Einverstanden?”

Viel Spaß dann ab morgen mit dem Gastbeitrag von Steffen Persiel!

Die Jungs aus dem Norden sind so leicht zu manipulieren…


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