Archiv des Tags ‘Kreation’

Radiostars 2009 – Verlängerung Einsendeschluss

CLea am Dienstag, den 3. März 2009

In aller Kürze eine wichtige Information für alle Kreativagenturen: Wir haben den Einsendeschluss für die RADIOSTARS 2009 verlängert. Sie können Ihre Arbeiten noch bis zum 13. März einsenden, um an Deutschlands traditionsreichstem Wettbewerb für Radiowerbung teilzunehmen. Alle weiteren Informationen finden Sie unter www.radiostars.de

Radiostars 2009

CLea am Mittwoch, den 11. Februar 2009

Ausgelassen tanzende und singende Menschen taumeln über die Flure des ehemaligen AFN-Gebäudes an der Bertramstraße. Mitarbeiter aus Marketing und Verkauf fallen sich gegenseitig um den Hals. Geschäftsführung und Betriebsrat pfeifen zusammen Geier-Sturzflug-Hits. Der Grund für die überbordende Fröhlichkeit: Es ist wieder Radiostars-Zeit!

Seit knapp zwei Wochen können Spots und crossmediale Kampagnen für den traditionsreichsten Kreativ-Wettbewerb für Radiowerbung eingereicht werden und am 14. Mai ist es dann endlich soweit, AS&S Radio verleiht die Radiostars 2009. Bis dahin hat jedoch vor allem die Jury noch jede Menge Arbeit. Es gilt, die besten Spots des vergangenen Jahres in sechs Kategorien zu finden. Text, Musik, Idee, SFX, Kampagne und Crossmedia sind die Disziplinen in denen die Radiostars vergeben werden. Glücklicherweise sind die Kampfrichter allesamt Profis, so dass wir auch in diesem Jahr wieder hervorragende Entscheidungen treffen werden. Neben dem ehrenwerten Vorsitzenden Burkhart von Scheven (Saatchi&Saatchi) werden unter anderen Christian Daul (Young&Rubicam), Matthias Lührsen (Hastings Audio Network), Niels Alzen (Scholz&Friends NRW), Willy Kaussen (kempertrautmann) und Robert Köhler (BAUHAUS AG) über Wohl und Wehe, Hopp oder Topp, Sekt oder Selters entscheiden. Alle weiteren Informationen zur Teilnahme und Einreichung, Fotos vom letzten Jahr und weitere wichtige Hinweise gibt es hier. Mein Tipp an den kreativen Leser: Spots einreichen und zu alten Smiths-Songs bangen und hoffen: Please, please, please, let me get what I want this time…

Alles wird gut

Michael Lutter am Dienstag, den 27. November 2007

 Es war der letzte Freitag in der Seminarreihe des AS&S Radio-Club Workout 2007 in München, und ich wusste plötzlich dass dieser Tag böse enden würde. Mitten im Vortrag wurde aus einem unbestimmten Grummeln im Kopf innerhalb einer Stunde eine gut ausgeprägte Migräne mit allem was dazu gehört. Das Mittagessen ließ ich schon wohlweislich ausfallen und verabschiedete mich ein wenig später ins Hotelbett hinter zugezogene Vorhänge. Aber wie immer (LeidensgenossInnen wissen Bescheid): Am nächsten Tag war alles wieder gut und eitel Sonnenschein. Und das nutzte ich gleich, um mich bei Olaf Mierau zu bedanken. Olaf war an dem Tag mein Mitstreiter. Ein großes Glück. Olaf ist ein mit allen Narben gezeichnetes Audio-Tier und der Platz hinter den Reglern und Mikrofonen sein natürlicher Lebensraum. Das sah man gleich, bevor man es hörte. Sehr große Sorgen hatte ich mir da nicht gemacht.

Und so war es auch, wie er mir berichtete. Alles war gut gelaufen. Fünf bis sechs Funkspots seien noch entstanden, alle gut bis richtig gut. Und ob es mir auch wieder gut ginge, kam die Frage. Da hätten sich doch alle Sorgen gemacht, so Scheisse wie ich auf einmal ausgesehen hatte. Ja danke, alles wieder gut – und alles war dann auch gut.

Ich war doch wieder sehr erstaunt und erfreut. Acht Leute hatten in wenigen Stunden so viel hinbekommen – auch ohne mich. Acht Leute, die sonst etwas ganz anders tun müssen. Meistens in der Media-Planung Zahlen zusammenstellen. Rabatte rausschlagen. Aber kaum Funkspots kreieren, aufschreiben, produzieren. Es ist immer wieder erstaunlich. Am Ende entstehen so viele gute Spots, oft viel bessere als die, mit denen man tagtäglich belästigt wird. Natürlich ist hier freies Arbeiten angesagt. Keine alles zerredenden Meetings, kein Druck, keine unerfüllbaren Vorgaben. Aber am Anfang schon ein professionelles Briefing, ein richtiger Kunde ein echtes Produkt. Und am Ende gute Radiospots. Toll.

Weil wir in den Stunden davor die Köpfe und Herzen dafür geöffnet haben? Weil in Hörbüchern und Podcasts allgemein wieder mehr zugehört wird? Weil die Ohren – und nicht die längst übersättigten Augen – vielleicht das größte Einfalltor zur Phantasie sind? Wie auch immer. Am Ende bleibt das gute Gefühl, dass es mit der Radiowerbung wieder besser, schöner und aufregender wird, wenn wir alle so weiter machen. Ich freu mich schon auf nächstes Jahr!

Lutter bloggt

CLea am Freitag, den 23. November 2007

Matthias Lührsen und Michael LutterAuch in der nächsten Woche, der KW 48, begrüßen wir im radio.blog einen Gastblogger. Michael Lutter, seines Zeichens Creative Director beim Hastings Audio Network, lebender Funkspot(t)-Mythos und wahrscheinlich der einzige Mensch, der (noch) eine BMW C1 besitzt, wird ein paar Minuten seiner kostbaren Zeit opfern, um uns einen kleinen Artikel zu posten. Uns erwartet ein kurzer Rückblick auf den AS&S Radio-Club Workout 2008, bei dem Michael und sein Bruder Matthias als Tutoren an Bord waren. (siehe klickbares Foto: Matthias links, Michael rechts) Wir freuen uns sehr auf seinen Beitrag und die nächsten gemeinsamen Aktivitäten.

Merke: Bruderwirtschaft ist keine Vetternwirtschaft!

Kreatives Crossmediales Audiotainment

Jens Desens am Dienstag, den 6. November 2007

Jens DesensIch weiß nicht, wie Sie sich diese fantastische Marketing-Wort-Konstruktion übersetzen – ich verstehe und erkläre sie gerne wie folgt:

Meine Mutter sagte einmal: Junge, hast du schon gehört? Unser Nachbar hat heute sein Portemonnaie in der Mülltonne verloren, soll noch Geld drin gewesen sein. Kannst ja mal schauen, ob du es findest. Und wenn du gehst, kannst du bitte unseren Müll mitnehmen, und auf dem Zettel hab ich noch ein paar Dinge aufgeschrieben, die du bitte einkaufen gehst!“

Heute würde ich meine Mutter als mein Vorbild für kreatives (sensationeller Einstieg mit dem Nachbarn), crossmediales (das gesprochene Wort verlängert in Schriftform) Audiotainment (authentisch erzählt, spannend und verständlich) bezeichnen. Unsere Arbeit und unser Erfolg im Radio ist heutzutage immer nur so gut, wie wir die Ziele unserer Kunden in einer schönen, authentischen Geschichte erzählen können, die uns der Hörer abnimmt. Die Geschichte muss nachvollziehbar sein und so einfach, dass der Hörer sie versteht und in ein Handeln im Sinne des Kunden umsetzen kann. Radio ist hier der perfekte Einstieg für einen Werbekunden, dem Hörer/seinem potentiellen Kunden eine Geschichte zu erzählen. Radio ist authentisch, es hat einen hohen Vertrauenswert und es erreicht zu erschwinglichen Preisen eine Masse an Menschen. Und das bis zur kleinsten regionalen Einheit. National agieren, Ziele regional erreichen.

Aus dem Radio heraus kann die Geschichte dann zum Beispiel ins Internet verlängert werden. Oder mit Stunts, Events und Promotions am POS ihre großes Finale erreichen. Radio ist der Ausgangspunkt, alle weiteren Medien bauen dann auf das Ziel des Werbekunden auf. Mit dem Medium Radio ist meist mehr zu erreichen, als man annimmt. 

Die Geschichte mit meiner Mutter ging jedenfalls so aus, dass ich tatsächlich ein Portemonnaie mit 5 Mark im Müll fand. Wer es da wirklich hingelegt hat, habe ich nie erfahren. Die Geschichte war so gut, dass ich selbst heute gern den Müll raus bringe. Man könnte ja eine Brieftasche finden. Schauen Sie doch auch mal nach und wenn Sie eine finden, dann schreiben Sie mir. Das ist dann auch crossmedial!


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