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Ein bisschen Radio-Alltag

Maria am Donnerstag, den 17. März 2011

Hallo Zusammen,

ich hoffe ihr hattet alle eine “gute” Woche!? Aber wahrscheinlich geht es Euch ähnlich wie uns und so überschattet die unglaubliche Katastrophe in Japan die vergangenen Tage und vermutlich leider noch einige weitere… Der Nachrichten-Ticker der Tagesschau oder beispielsweise hr-info informieren neben zahlreichen anderen Medien nahezu rund um die Uhr aus dem Krisengebiet.

Und auch wenn es mir in diesem Kontext fast etwas “unpassend” erscheint aus dem Radio-Alltag zu schreiben, möchte ich Euch dennoch auf dem Laufenden halten und von dem 1. KRONEHIT Radio Day am 26. Mai 2011 berichten. Es handelt sich dabei um eine Fachveranstaltung zum Thema “Radio meets Internet” und gleichzeitig ein ungezwungenes Get together mit Kunden, Agenturen, Internetexperten sowie Vertretern von KRONEHIT, auf welcher spannende und außergewöhnliche Sonderwerbeformen aus der Sicht von Agentur und Sender vorgestellt werden. Neben anderen Sprechern, wie beispielsweise Herbert Sojak (HC Marketing Consult), Paul Hetfleisch (Mediacom Mediaagentur) und Rüdiger Landgraf (KRONEHIT) wird auch unser lieber Kollege Jens Schaack (AS&S Radio GmbH) einen Vortrag im Zuge des Radio Days halten. Im Anschluss an die Vorträge ist ein gemütlicher Ausklang mit Buffet und Musik bei loungeartiger Atmosphäre geplant. Weitere Informationen bekommt Ihr unter radioday@kronehit.at oder 01 600 6100 181. Also was hält Euch noch?!?! Ich für meinen Teil werde da vermutlich bei sommerlichen Temperaturen über meiner Diplomarbeit brüten, aber nichtsdestotrotz wünsche ich Euch natürlich viel Spaß in Wien. Bei der Gelegenheit bietet sich vielleicht auch eine Stadtbesichtigung über’s verlängerte Wochenende an oder so… ;)

So, für mich geht’s jetzt in die Bibliothek, aber nur auf einen Kaffee mit unserer ehemaligen studentischen Aushilfe und meiner langjährigen Freundin Alexandra!

Bis nächste Woche,

Maria

Maincafé olé

Maria am Mittwoch, den 7. April 2010

Wunderschönen guten Tag,

und wer liegt denn jetzt gerade in der verlängerten Mittagspause noch in der Sonne rum? Ich leider nicht, aber dafür werde ich auch nicht so spät das HR-Gelände verlassen und noch einen leckeren Kaffee im Maincafé trinken. Oh ja, welch (Vor-)Freude!!!

Da mein “Informant”, Dominik R., gerade im Urlaub ist, habe ich mich heute mal auf eigene Faust durch den Internetdschungel begeben und nach interessanten Neuigkeiten gesucht. Damit werde ich zwar nicht zum “Dschungelkönig 2010″, aber immerhin kann ich euch eine kurze Weile aus dem Arbeitsalltag befreien…

So habe ich zum Beispiel in der W&V (http://www.wuv.de/) einen Artikel gefunden zu “Wash & Coffee”, einem neuen Waschsalon in München, der von Henkel (Persil im Speziellen) und Bosch ins Leben gerufen wurde. Wie ich finde eine super Idee! Im Gegensatz zu den typischen, lieblosen Waschsalons, die dem ein oder anderen aus seiner Studienzeit evt. noch in Erinnerung sein sollten, ist dieses Örtchen eine echte Oase. Stylisch eingerichtet und ein tolles Angebot an Kaffee und Snacks zu humanen Preisen. Leider ist es mir etwas zu kosten- und zeitintensiv meine Wäsche in München zu waschen, aber wenn sich das Konzept (hoffentlich) durchsetzt, kann man sicher auch bald in Frankfurt mit einem “Wash&Coffee” rechnen! Wen es interessiert, hier die Internetseite: http://wash-coffee.com/index.html oder wer gerne sehen möchte wie der Laden eingerichtet ist, hier noch ein Video: http://www.youtube.com/watch?v=C1X3Ug6ZSic 

Außerdem war in der W&V auch die Anzeige zu unserem neuen Vermarktungskonzept zu sehen. Wir sind jetzt die “Zielerreicher”. Wen interresiert was dahinter steckt, kann folgenden Artikel online lesen.

Und wo ich schon mal auf youtube war, sind mir noch folgendesVideos aufgefallen: http://www.youtube.com/watch?v=JTwJetox_tU  und http://www.youtube.com/watch?v=_zQeJfb_GLg Habt ihr schon mal von “chatroulette” gehört? Also man braucht eigentlich nur einen Computer mit einer Kamera und schon kann man sich von seinem Chatpartner besingen lassen. Wenn man Glück hat, ist euer Gegenüber so talentiert wie der junge Pianist in den Videos. Außerdem hat man die Möglichkeit eben per Chat mit dem Musikanten auf der anderen Seite zu kommunizieren. Hört sich ganz lustig an, wenn ihr mich fragt. Vielleicht probiere ich das später mal aus. Wer noch Lust hat: http://chatroulette.com/

So, dann werde ich mal schauen, ob sich ein Mitstreiter für den Kaffee am Main finden lässt. Ich wünsche euch einen fantastischen, sonnigen Nachmittag und Abend.

Beste Grüße

Maria

Das Radio und die Währungsunion, Teil 1

CLea am Sonntag, den 8. Februar 2009

Neulich an der Werbezeitentheke:

“Ich hätte gern 250 GRP.”

“Geschnitten oder am Stück?”

“In Breaks, bitte.”

“Darf’s ein bisschen mehr sein?”

“Nur in Berlin, bitte.”

“So, bitteschön. Macht 3,50 €.”

“Geben Sie mir nochmal die Hälfte drauf, bitte.”

“Gut. Das macht dann 5,25. Bitteschön.”

“Hier sind 3 €. Stimmt so.”

“Aber…”

“Tschühüß.”

Werbezeitenverkauf könnte eigentlich immer so einfach sein, wie in dieser alltäglichen Begegnung eines Werbezeitenfachverkäufers mit einem gewitzten Pagen, der GRP für den Haushalt seines Herrn einkauft. Leider stellt uns die Digitalisierung unseres Lieblingsmediums vor das ein oder andere Problem, das den Handel nicht mit der wünschenswerten Leichtigkeit von Statten gehen lässt. Während in der reichweitenstarken analogen Welt das Einkaufen von Werbezeiten und die folgende, zielgerichtete Planung nach wie vor nach Schema F oder vielmehr Schema Radio Xpert funktioniert, überraschen die aufstrebenden Webradiostationen mit “eigenen Messungen” zu Werbemittelkontakten und Hördauer. Was genau unter digitaler Reichweite zu verstehen ist, ist indes unklar. Klar ist, dass (Brutto-)kontakte einschaltgenau gemessen, abgerechnet und reportet werden können. Das bringt das Internet so mit sich. Klar ist auch, dass Radiostreams in der Regel aktiv eingeschaltet werden und den Hörer nicht den ganzen Tag begleiten. Das bringt die neue, noch nicht für alle alltägliche Nutzung via PC, WLAN-Radio oder Mobiltelefon. Die Kontakte, die von Werbetreibende via Webradio zu generieren sind, sind also – wenn auch nicht so zahlreich, wie in der analogen Welt – ihren Preis wert, vereinen sie doch die positiven Eigenschaften von Radio und Internet.

Die Kluft zwischen Werbe- und Responsekanal wird immer kleiner und doch werden die Hürden auf der Zielgerade höher: Wie ist eine ordentliche Planung über analoge und digitale Sender zu realisieren? Es gibt keinen allgemeinen Standard für die Messung von Webradio-Leistungswerten. Weder IVW, noch AGOF, AGMA oder andere halten eine technische Lösung parat, die eine Fusionierung der Webradiodaten in Datenbestände der klassischen Erhebungstools und somit einen Vergleich der Kontaktklassen erlauben würden.

Wollen wir alle auch weiterhin so viel Spaß mit unserem Lieblings(werbe)medium haben, müssen wir verhindern, dass die analoge und die digitale Hälfte kurz vor der Verschmelzung auseinanderdriften und so unser längst überfälliger Eintritt in die digitale Welt noch weiter herausgezögert wird.

Wir brauchen möglichst bald eine gemeinsame Währung oder zumindest eine genormte Schnittstelle, die es Agenturen und Kunden für die Übergangszeit, in der UKW und Digital noch ebeneinander existieren, erlaubt, Planungen über die gesamte Bandbreite von Radio zu realisieren. Es gilt, Radio als Ganzes zu begreifen und das Wort “crossmedial” im Zusammenhang mit Kampagnen, die im UKW- und Webradio laufen, aus unserem Wortschatz zu verbannen. Radio bleibt Radio. egal ob wellenförmig oder aus Nullen und Einsen bestehend. Damit unser Eintritt ins Amalgam Universum trotzdem nicht in Wut, Zähneklappern und den altbekannten Grabenkämpfen zwischen den Systemen endet, sollten wir alles daran setzen, eine gemeinsame, amalgamische Währung zu finden. Schließlich wollen wir unseren Kunden auf der anderen Seite der Theke auch weiterhin beste Qualität anbieten.

Wochenendgedanken 1

CLea am Sonntag, den 4. November 2007

“Die Vorteile dieser neuen Wellen für den Hörer stellen zugleich eine Gefahr für etablierte Sender dar: zeitunabhängiges Hören, keine Reichweitenbeschränkung und damit weltweite Empfangbarkeit.” Diesen Satz lese ich gerade im Programmheft der Medientage München. Gemeint sind Internet-Radios oder, um die besagte Publikation weiter zu zitieren, “eine Flut neuer Internet-Radiosender”.

Jetzt beschäftigen wir uns bei AS&S Radio schon eine ganze Weile mit Webradios und arbeiten und diskutieren auf diesem Gebiet mit vielen kompetenten Partner, und ja, Live-Streams im Netz sind ein hochspannender Verbreitungsweg für Hörfunk. Aber: Sind die oben genannten Attribute “Zeitsouveränität und weltweite Verbreitung” tatsächlich die USPs von Webradio. Ich denke nicht:

1. Warum ist die Nutzung eines Livestreams zeitunabhängig? Nach meinem Verständnis ist ein Webradio ebenso linear wie ein terrestrisches. Zeitsouveränität entsteht durch Aufnehmen und späteres Abspielen des Programms. Ob dieses analog oder digital übertragen wird, macht in dem Fall keinen Unterschied.

2. Ich frage mich, wie ein privater Webradiomacher uneingeschränkte, weltweite Reichweite bezahlen soll. Gesetzt den Fall, er würde tatsächlich Zugriffszahlen generieren können, die in die Nähe von Nutzungszahlen klassischer Radiosender kommen, wäre er sicher nach ein bis zwei Stunden pleite.  Die sinnvollste Möglichkeit, die exorbitant hohen Streamingkosten zu kompensieren ist die Werbefinanzierung. Hier werden aber Kontakte im nicht deutschsprachigen Ausland schwerlich zu kompensieren sein.

Ich denke, die große Chance von Webradio liegt in der Nische. Hier geht es nicht um Reichweite, nicht darum AC-Formate ins Netz zu überführen und den terrestrischen Programmen Konkurrenz zu machen, sondern darum, Inhalte für spitze Zielgruppen zu übertragen. Und warum? Weil es bezahlbar ist und weil neue Special Interest-Formate Begehrlichkeiten wecken und Triebfeder sind für den Verkauf von Empfangsgeräten. Wären alternative Formate im DAB finanzierbar und/oder von den handelnden Personen gewünscht gewesen, hätten sie der Technologie zum Durchbruch verholfen. Doch das ist ein anderes Thema.

Da das Internet in erster Linie ein Long Tail-Medium ist und erfolgreiche Geschäftsmodelle (siehe Google) den Mainstream den reichweitenstarken Massenmedien überlassen, wird sich ein erfolgreiches Webradio darum bemühen “anders” zu sein und die Nutzer abzuholen, die in der klassischen Hörfunklandschaft kein Zuhause (mehr) haben. Sender wie You FM oder Sputnik haben sich folgerichtig dafür entschieden, das einfach selbst zu besorgen und ihr Produkt durch den Launch von Spartenkanälen im Internet zu diversifizieren.

Internetradio ist keine Gefahr für klassisches Radio, sondern eine Chance. Eine Chance, die eigene Produktpalette zu erweitern, über einen vergleichweise kostengünstigen Übertragungsweg neue Hörer zu erreichen und sich im digitalen Konkurrenzumfeld zumindest schon einmal zu orientieren. Denn eines ist klar: Radio wird digital und tritt damit automatisch in den Wettbewerb mit Anbietern, die sich bereits länger in der Welt der “absoluten Konvergenz” bewegen und sich entsprechend intensiver mit den einhergehenden Geschäftsmodellen auseinandergesetzt haben. Spartenkanäle im Internet sind kleine Forschungs-U-Boote, die uns wertvolle Daten über diese neue Welt liefern können. Gleichzeitig eröffnen sie uns neue Erlösmodelle im Long Tail und können so die “Zehen” eines neuen Standbeines werden. So wie ehemals reine Internetanbieter immer stärker in die klassischen Medien drängen, müssen wir uns mit mehr Selbstsicherheit und höherer Geschwindigkeit in die Internetwelt einmischen. Am Ende gibt es wieder nur ein Universum, in dem sich die durchsetzen, die die besseren Angebote machen. Ob die Gewinner aus den neuen oder den alten Medien kommen werden, ist noch völlig offen. Nur eines ist klar: Die die jetzt schlafen, werden sicher nicht dabei sein.

Man sollte doch mal… Radio wieder kreativer angehen

KBorges am Freitag, den 26. Oktober 2007

Das genau ist die Idee hinter dem “AS&S Radio-Club Workout”, der auch in diesem Jahr wieder Station in den Mediastädten der Republik machte. “Radiowerbung ist so laut, so unkreativ, so marktschreierisch…”: Diese und andere  immer wieder geäußerten Nörgeleien an unser aller Lieblingsmedium – so wahr sie im Einzelfall sein mögen – gilt es, von der Pike auf zu bekämpfen. Denn auch hier gilt: nicht meckern, machen!

Was also liegt näher, als alle, die mit Radiowerbung zu tun haben oder zu tun haben könnten, in ein Tonstudio zu sperren und sie erst wieder rauszulassen, wenn der von Zigarettenqualm und dampfenden Köpfen geschwängerten Studioluft jegliches Sauerstoffmolekül entzogen ist und mindestens Cannes-würdige Spots aus den Lautsprechern dröhnen.

Und so fanden sich im September und Oktober dieses Jahres in Berlin, Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg und München die Radioaffinen der Disziplinen Media, Kreation und Marketing in den führenden Produktionsstätten des Landes ein, um ihren Beitrag zu kreativer Radiowerbung zu leisten.

Unter dem Motto “Radio als Impulsgeber für Online und Crossmedia” präsentierten zunächst die Experten von AS&S Radio neueste Erkenntnisse und Angebotsformen zur symbiotischen Verschmelzung der guten, alten Tante Radio mit dem Internet – dem sprunghaften Jungspund in der Medienlandschaft.

Kompetent eingeführt in das Thema, machten sich die Teilnehmer dann ans Werk, unter professioneller Regie in den Studios von Hastings, S.P.O.T. und Giesing Team ihre eigenen 30-Sekunden-Oeuvres zu produzieren – für Radio-Werbeblöcke, die sich hören lassen können und die in sich einen gezielten Sprung über die Grenzen des Mediums in die unendlichen Weiten des Webs enthalten.

Und was soll man sagen? Da wurden Texte geformt und zerrissen, Klischees gerührt und geschüttelt, Sounds gemixt und geschnitten – und am Ende erblickten viele tolle Spots das Licht der abgedunkelten Produktionsräume, die eben nicht den so oft monierten unkreativen Mustern entsprechen sondern anschaulich mit den Finessen des Mediums Radio spielen und den Hörer geschickt auf die im Spot beworbenen Internetseiten, Podcasts oder E-Commerce-Angebote verwiesen.

Vielen Dank an die ideenreichen Teilnehmer und Auf Wiedersehen im nächsten Jahr, denn auch dann werden wir wieder einen Anlass finden, die vielseitigen Möglichkeiten von Radio aus einem neuen Blickwinkel zu entdecken.

AS&S Radio-Club Workout 07 – Spotbeispiel 1

AS&S Radio-Club Workout 07 – Spotbeispiel 2

AS&S Radio-Club Workout 07 – Spotbeispiel 3

AS&S Radio-Club Workout 07 – Spotbeispiel 4

AS&S Radio-Club Workout 07 – Spotbeispiel 5


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