Archiv des Tags ‘Audio’

Radio – Generation Zukunft

Lutz Kuckuck am Mittwoch, den 12. Dezember 2007

Lutz Kuckuck„Mit Radio erreichen Sie immer die Richtigen. Radio. Geht ins Ohr. Bleibt im Kopf.“So lautet der Claim unserer aktuellen Imagekampagne pro Radio. Diese Schlüssel-Botschaft gilt nicht nur heute sondern auch ganz besonders in der konvergenten Medienwelt von morgen.  

Die aktuelle JIM-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest kommt zu dem Resultat, dass Radio seine Position bei den Jugendlichen durch die Nutzung der vielfältigen digitalen Empfangswege und -möglichkeiten deutlich stärken wird. Radio entwickelt sich durch die neuen Nutzungswege und -formen immer mehr zum Audioallrounder. Audio, verstanden als alle digitalen Facetten und Verbreitungsformen von Radio, gewinnt in der konvergenten Medienlandschaft deutlich an Relevanz. Warum? Das tägliche Medienzeitbudget ist begrenzt. Die Folge: Mit zunehmendem Medienangebot steigt die parallele Nutzung, die aufmerksamkeitsgerichtete hingegen sinkt. Kein Medium eignet sich für die Parallelnutzung und damit zur Tagesbegleitung besser als Radio bzw. Audio.  

Neben seiner bekannten Rolle als unverzichtbares Reichweitenmedium wird Radio/Audio künftig auch als Individualmedium eingesetzt. Mit Webradios und Podcasts gehen Radio-/Audioangebote an den Markt, die sich nur an wenige Hörer wenden können, mit vertiefenden Hintergrundinfos oder Special Interests. Über solche Nischenangebote erreichen Werbungtreibende ihre Zielgruppe ohne Streuverlust, mit einem entsprechend höheren TKP. Die Hörer bewerten die Programmbausteine, innerhalb der Communities tauschen sich die Mitglieder untereinander aus. Die Anbieter wissen immer besser, was die Hörerschaft wünscht.  

Das Radio von morgen „denkt“ weiter und stellt – bei Bedarf – aus den Kenntnissen über die Interessen und Vorlieben des einzelnen Hörers zusätzliche und ganz individuelle Angebote zusammen, die jederzeit abgerufen werden können. Künftig erledigt eine Software die Zusammenstellung des eigenen Programms, Sensoren helfen, die verschiedenen Senderangebote, Podcasts oder Musiktitel passend zur Gemütsverfassung abzuspielen und einzusetzen. Zusatzdienste wie Bildinformationen sind ebenso normal wie Interaktivität und direkte Bestellfunktionen.  

Angebote der Werbewirtschaft können somit ganz gezielt an eine Käufergruppe versendet werden, die auf Grund ihrer Aktivitäten oder ihrer momentanen geografischen Position für bestimmte Themen besonders empfänglich sind. Das steigert die Attraktivität des Programms, und die Wahrnehmung einer Werbebotschaft wird von der Zielgruppe als besonders positiv empfunden. 

PS: Was die digitale Radiowelt der Werbewirtschaft bietet, haben wir auch in einer anschaulichen, unterhaltsamen Video-Soap dargestellt. Hier einen Blick in die Zukunft werfen: http://www.radiozentrale.de/site/590.0.html

Unser Gastblogger in der KW 47

CLea am Freitag, den 16. November 2007

Wir freuen uns sehr, in der nächsten Woche Sebastian Kreinau als Gastblogger im radio.blog begrüßen zu dürfen. Er ist seit Februar 2005 Geschäftsführer der AD ON Multimedia Advertising GmbH, der Muttergesellschaft unseres Mandanten und Kooperationspartners audioads. Zudem betreibt AD ON mit www.dopcast.de eine der größten deutschsprachigen Podcasting-Plattformen und bietet unter www.savecast.de Hosting-Lösungen für Podcasts und Blogs an. Was läge also näher, als dass Herr Kreinau über Podcasts und Podvertising bloggt und genau das wird er auch tun: “Podvertising oder Werbung in audio-visuellen Inhalten” heißt sein Beitrag, den wir nächsten Mittwoch hier im radio.blog veröffentlichen dürfen. Unsere Empfehlung: Lesen und Mitreden.

DEVK wirbt in Podcasts

CLea am Mittwoch, den 14. November 2007

Zusammen mit AS&S Radio geht die DEVK neue Kommunikationswege und schaltet Audiowerbung in Podcasts: Insgesamt 40.000 Spots hat die MPG Media Planning Group für das Versicherungsunternehmen über uns in das audioads-Portfolio eingebucht. Zur Bewerbung der DEVK KFZ-Versicherung wurden Channels mit den Themenschwerpunkten Auto, Technik und Information sowie die Top-Titel des Portfolios belegt.

Die Kampagne ist am Montag gestartet und läuft bis Ende nächster Woche. Zu hören ist der sensationelle Spot (20“ + 7“ Reminder) von Grabarz und Partner unter anderem in den folgenden Podcasts: 

Wieder einmal zeigt die DEVK, dass Versicherungskonzerne durchaus Innovationsführer in Sachen Werbung sein können. Da es bislang noch keine Erkenntnisse zur Wirkung von Podvertising gibt, ist die Entscheidung des Unternehmens, erste Erfahrungen auf diesem Gebiet zu sammeln, ebenso mutig wie visionär. Denn eines steht fest: Mit der fortschreitenden Konvergenz der Medien wird sich Radio grundlegend verändern. Die zeitsouveräne Nutzung wird an Bedeutung zunehmen. Podcasts oder „audio-on-demand“ werden ein wichtiger Bestandteil des Radios der Zukunft sein.

DEVK und MPG haben erkannt, dass man sich bereits heute mit neuen Kommunikationsplattformen auseinandersetzen muss, wenn man auch in fünf Jahren noch seine Zielgruppen erreichen will. Wir freuen uns über das Vertrauen und hoffen, dass wir die Ergebnisse erzielen, die wir erwarten.  Übrigens: Sowohl die DEVK, die MPG als auch Grabarz und Partner haben tolle Internetseiten, die Sie dringend besuchen sollten: www.devk.de, www.mpg.com, www.grabarz.de.

Trendsetter

CLea am Freitag, den 9. November 2007

Voller Begeisterung habe ich an den letzten beiden Tagen festgestellt, dass AS&S Radio-Geschäftsführer Achim Rohnke den Sprachgebrauch der Radiobranche offensichtlich nachhaltig geprägt hat. Nachdem er in unserer Pressemitteilung zum Radio Day 2007 den Weg der AS&S Radio vom Radio- zum Audiovermarkter beschrieben hat, sind seine Worte sprichwörtlich in aller Munde. Gestern und vorgestern in München audiote es von allen erdenklichen Seiten, dass es nur so eine Freude war. Radiomacher, Berater, Vermarkter, Zukunfts- und Marktforscher, Onliner, Podcaster, Nörgler und Gesundbeter haben plötzlich ”Audio” als die Zukunft von Radio identifiziert.

Bliebe uns eigentlich nur “Herzlichen Glückwunsch” zu sagen und zu der – wenn auch etwas späten – Erkenntnis zu gratulieren, wäre da nicht dieses leichte Zwicken in der Magengegend: Unsere Idee von Audiovermarktung war ursprünglich nicht, einen Hype zu kreieren, der Sales Forces landauf landab dazu veranlasst, ihren alten Wein in neue Schläuche zu schütten, sondern vielmehr die, eine ernsthafte Auseinandersetung mit zukunftsfähigen Geschäftsmodellen für die Vermarktung in Gang zu bringen. Die einfach dahergeplapperte Erklärung ”jo, in Zukunft,  is des jo eh alles Audio” scheint derzeit jedoch auszureichen, um eine ebensolche im Keim zu ersticken.

Vorschlag zur Güte: Wir machen erst einmal und zeigen, was wie funktioniert. Wenn die anderen auch weiterhin so brav nachziehen, führen wir Podvertising, Customized Podcasting und Webradio-Werbung  mit Sicherheit zusammen zum Erfolg. Als erster Schritt in Richtung Werbemodelle der Zukunft wäre das schon gar nicht mal so schlecht, und wenn’s hilft, machen wir natürlich gern weiter das Tempo.

Wenn Strahlen strömen

CLea am Montag, den 29. Oktober 2007

Jeder, der sich über die Zukunft unseres Lieblingsmediums Gedanken macht, kommt irgendwann zu dem Punkt, an dem er sich fragt, ob das, was in unseren Köpfen und im weltweiten Netz nach und nach Konturen annimmt, überhaupt noch guten Gewissens als Radio bezeichnet werden darf. Podcast, audio-on-demand-service, personal audio, online-jukebox, social music network, interactive webradio – Musikdienste im Internet haben viele Namen. Manchmal taucht das gute, alte, zweisilbige Radio sogar noch darin auf – zumindest in Kombination mit “Web” oder “Internet”.  Ob das alles überhaupt noch was mit Hörfunk im herkömmlichen Sinne zu tun hat, lässt sich pauschal schwerlich beantworten. Nähern wir uns der Fragestellung jedoch von rein sprachlicher Seite, fällt uns die Lösung quasi in den Schoß:

Radio ist der Ablativus separativus singular des schönen lateinischen Wortes “radius” und beantwortet als solcher die Frage nach dem “woher”. Radio bedeutet also “von dem Strahl” und bezeichnet ein Gerät, mit dem man Rundfunksendungen empfangen kann. Unabhängig davon, dass man die Kiste korrekterweise “unda” benannt hätte, da wir Hörfunk im Volksmund ”von der Welle” und nicht etwa “von dem Strahl” empfangen, kann diese Bezeichnung für das, was wir in Zukunft mit den Ohren konsumieren, sicherlich nicht mehr zeitgemäß sein. Audio kommt demnächst entweder per Stream (engl. “Strom”) oder wird zur späteren Anwendung als MP3- Datei heruntergeladen. Hätten wir also bei der Namensfindung für das adäquate Empfangsgerät in altbewährter Manier die Lateiner und nicht die WWWeisen in Palo Alto konsultiert, hieße es heute schlicht “amni” (lat. “von dem Strom”) und nicht Windows Media-, Real-,Quicktime-Player oder gar iTunes.

Und so wird uns wieder einmal vor Augen geführt, dass das Internet vieles einfacher macht, aber sicher nicht die Sprache. Dem Hörfunk wird es indes egal sein, wie man ihn ruft. Podcast, Amni, Unda, Livestream – wie auch immer. Möglicherweise behält ja auch eine kleine Gruppe Potsdamer Propheten recht, und Radio heißt in Zukunft einfach nur Fritz.

clea


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