Archiv der Kategorie ‘Gastbeitrag‘

Onlinecommunities öffentlich-rechtlicher Radiosender

Steffen Persiel am Donnerstag, den 31. Januar 2008

Steffen PersielAntikes Einzelstück °rar° selten!! So könnte man die Onlinecommunity eines öffentlich-rechtlichen Radiosenders anpreisen, würde man sie bei eBay versteigern. Ob sich letztendlich auch ein Käufer findet, ist eine andere Frage.

Der Hessische Rundfunk zählt mit seiner Onlinecommunity hinsichtlich Mitgliederstärke zu den Top3 unter den deutschen Radiosendern – und ist damit eine große Ausnahme. Der schleswig-holsteinische Sender R.SH führt die Rangliste mit 130.000 Nutzern an, darauf folgen Antenne Bayern mit 105.000 und die hr-Community mit 56.000 Mitgliedern.

Von allen 240 deutschen Sendern, die die Radiozentrale auf ihrer Website auflistet, betreibt sogar nur jeder zehnte eine eigene Onlinecommunity, wie meine Marktrecherche zeigt. Woher rührt die Zurückhaltung (privater und öffentlich-rechtlicher) Sender in Sachen Online-Communitys? Und das in Zeiten, in denen etablierte Medienunternehmen immer stärker ins Web 2.0 und Social Networks investieren.

Ein Grund dürfte sein, dass Radiosender ihre Websites nicht als Kernkompetenz ansehen. Ein Livestream plus Studiowebcam und Moderatoreninfos werden oft als ausreichend betrachtet, um die Hörer zufrieden zu stellen. Als Instrument zur Hörerbindung und -gewinnung werden Websites bzw. Communities hingegen nicht betrachtet – sonst wären sie in der Radiolandschaft nicht so selten.

Die öffentlich-rechtlichen Sender müssen sich sogar der Kritik erwehren, übermäßig in ihre Onlineangebote zu investieren und so die private Konkurrenz zu schwächen. Doch zumindest im Bereich des Hörfunks kann den gebührenfinanzierten Stationen kein Vorwurf der Verschwendung gemacht werden.

Auch beim eingangs erwähnten Hessischen Rundfunk bieten die simplen Chats und Foren keine besonderen Funktionen – aber trotzdem werden sie von erstaunlich vielen Menschen genutzt. Es ist offenbar eine loyale Nutzerschaft, die sich der hr in den letzten Jahren aufgebaut hat, und die es noch immer in die etwas altbacken wirkende Community zieht. Es dürfte aber nur eine Frage der Zeit sein, bis mehr und mehr User zu Communities mit höherem „Spaßfaktor“ abwandern.

Doch selbst private Vorreiter wie zum Beispiel Antenne West, die mit  friendel.com ein ausgereiftes Social Network auf die Beine gestellt hat, kämpfen noch mit mangelnder Nutzerakzeptanz. Bislang meldeten sich dort erst wenige tausend User an.

Es scheint so, als wäre das antike Einzelstück bei den Nutzern derzeit noch beliebter als die modernen Lifestyle-Produkte. Doch ohne regelmäßige Pflege verblasst irgendwann auch das schönste Erbstück und es landet auf dem Dachboden – oder bei eBay.

Steffen Persiel (25) studiert BWL an der Leuphana Universität Lüneburg und hat auf seiner Website 25 Onlinecommunities deutscher Radiosender unter die Lupe genommen.

Robi, Volli und die Grippnffow

Wieprecht am Donnerstag, den 20. Dezember 2007

Robert und Volker23.12. Volker beim Zahnarzt

Heute morgen war ich beim Zahnarzt. Hotte bohrt, wie ein Erdmännchen wühlen kann: gründlich, tief, fünf Mal so schnell. Und es tut nie weh. Aber seine Schnelligkeit hat einen Preis: Er will reden, informiert werden, an meinem Leben teilnehmen. Also will er wissen, was ich Heiligabend mache. Mit sieben Tampons und einem Speichelsauger dick wie ein Pinscherbein im Mund sage ich:

“Üsch chände.”

“Watt machste?”

“Chänden!”

“Aaach, senden! Sach dat doch! Watt sendeste denn?”

Es dauert ein wenig, bis ich ihm bei vollem Speicheltidenhub erklärt habe, dass ich mit einem seiner anderen Patienten seit Jahren eine gemeinsame Radiosendung bei Radio EINS habe: die Krippenshow.

Er setzt die Modellierpaste ab und erklärt, dass seine Familie Jahr für Jahr um 15.00 Uhr den Baum schmücke. Dabei brauche er die entsprechende Geräuschkulisse. Zuverlässiges, bewehrtes Klangmaterial, kein neues Gedöns. Ob er sich denn da auf mich und meinen Partner verlassen könne, dass da auch tüchtig was rausgeblasen würde an “Oh Tannenbaum” und “Stille Nacht”?

Während ich spülen darf, erkläre ich ihm, dass wir das nicht spielen würden. Eigentlich sei Weihnachten im Radio sowieso wie die 80er Jahre. Irgendwie kalt, neonmäßig, ein bisschen abgefuckt und nicht sehr abwechslungsreich. Ich lüge, damit er nicht auch noch auf die Idee kommt, in der Sendung anzurufen. Außerdem gäbe es auch nur zwei Weihnachtslieder, die wirklich spielbar seien. “Last Christmas” und “Do They Know It’s Christmas”…

23.12. Zwei Türen weiter: Robert

Ich habe vor Weihnachten immer das Gefühl, zu kurz zukommen. Beginnt schon beim Zahnarzt. Während bei Volker gebohrt wird bis der Zahnschmelz glüht – ich kann Volker ja im Nebenzimmer brüllen hören – blättere ich noch gelangweilt in den Zeitschriften.

Es wäre schön, wenn wir zu Weihnachten mal wieder alte, echte Weihnachtslieder spielen würden, nicht nur das moderne Zeug. Nicht schon vormittags, aber nachmittags so ab 15.00 Uhr, wenn die meisten Hörer beginnen, die Bäume zu schmücken. Es gibt so viele gute Weihnachtslieder, aber die meisten Sender kennen wohl maximal zwei. In der Krippenshow werde ich mit Volker mal darüber sprechen.

Heute macht es keinen Sinn. Mit der Ober- und Unterkieferprothese kann er kaum sprechen.Volker hat mich auf Knien angefleht, ihn abzuholen, da er nach den vielen Spritzen nicht mehr Autofahren kann. Als Hotte ihn reinschleift, sieht Volker schlimm aus; ich kann nicht verstehen, was er sagt.

Der Zahnarzt erzählt mir, wie er und seine Familie zu Heiligabend in Altenheimen die Bescherung organisieren. Ich bin tief beeindruckt – Volker denkt immer nur an seine Geschenke. Trotzdem tut er mir leid, sein Mund ist geschwollen und die Prothesen sitzen leicht schief. Speichel hängt im Mundwinkel. Ich werde ihm eine elektrische Zahnbürste zu Weihnachten schenken.

24.12. Im Studio

Die Hörer sind begeistert! Volker muss übersetzt werden. Selbst ich kann ihn kaum verstehen.

“Pfröhliche Pfeinachten und pfillgomn in der Grippnffow!”

Die Prothese wackelt gefährlich im Mund, aber er ist in seinem Element. Die weihnachtliche Rampensau Volker moderiert mit mir die Krippenshow. Ab 15.00 Uhr singen wir gemeinsam Weihnachtslieder, die niemand verstehen kann. Der Zahnarzt ruft an und ist begeistert und verspricht Volker drei kostenlose Inlays. Auf Grund der ARD-Statuten lehnt Volker zwei Inlays ab. Volker verschenkt seine Unterkieferprothese an eine 15-jährige Hörerin. Ich schenke Volker eine elektrische Zahnbürste. Es ist wahrscheinlich die schönste Heiligabendshow in Berlin und Brandenburg.

Irgendjemand bittet uns alles aufzuschreiben.

Hier bitte: Fröhliche Weihnachten!

Radio – Generation Zukunft

Lutz Kuckuck am Mittwoch, den 12. Dezember 2007

Lutz Kuckuck„Mit Radio erreichen Sie immer die Richtigen. Radio. Geht ins Ohr. Bleibt im Kopf.“So lautet der Claim unserer aktuellen Imagekampagne pro Radio. Diese Schlüssel-Botschaft gilt nicht nur heute sondern auch ganz besonders in der konvergenten Medienwelt von morgen.  

Die aktuelle JIM-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest kommt zu dem Resultat, dass Radio seine Position bei den Jugendlichen durch die Nutzung der vielfältigen digitalen Empfangswege und -möglichkeiten deutlich stärken wird. Radio entwickelt sich durch die neuen Nutzungswege und -formen immer mehr zum Audioallrounder. Audio, verstanden als alle digitalen Facetten und Verbreitungsformen von Radio, gewinnt in der konvergenten Medienlandschaft deutlich an Relevanz. Warum? Das tägliche Medienzeitbudget ist begrenzt. Die Folge: Mit zunehmendem Medienangebot steigt die parallele Nutzung, die aufmerksamkeitsgerichtete hingegen sinkt. Kein Medium eignet sich für die Parallelnutzung und damit zur Tagesbegleitung besser als Radio bzw. Audio.  

Neben seiner bekannten Rolle als unverzichtbares Reichweitenmedium wird Radio/Audio künftig auch als Individualmedium eingesetzt. Mit Webradios und Podcasts gehen Radio-/Audioangebote an den Markt, die sich nur an wenige Hörer wenden können, mit vertiefenden Hintergrundinfos oder Special Interests. Über solche Nischenangebote erreichen Werbungtreibende ihre Zielgruppe ohne Streuverlust, mit einem entsprechend höheren TKP. Die Hörer bewerten die Programmbausteine, innerhalb der Communities tauschen sich die Mitglieder untereinander aus. Die Anbieter wissen immer besser, was die Hörerschaft wünscht.  

Das Radio von morgen „denkt“ weiter und stellt – bei Bedarf – aus den Kenntnissen über die Interessen und Vorlieben des einzelnen Hörers zusätzliche und ganz individuelle Angebote zusammen, die jederzeit abgerufen werden können. Künftig erledigt eine Software die Zusammenstellung des eigenen Programms, Sensoren helfen, die verschiedenen Senderangebote, Podcasts oder Musiktitel passend zur Gemütsverfassung abzuspielen und einzusetzen. Zusatzdienste wie Bildinformationen sind ebenso normal wie Interaktivität und direkte Bestellfunktionen.  

Angebote der Werbewirtschaft können somit ganz gezielt an eine Käufergruppe versendet werden, die auf Grund ihrer Aktivitäten oder ihrer momentanen geografischen Position für bestimmte Themen besonders empfänglich sind. Das steigert die Attraktivität des Programms, und die Wahrnehmung einer Werbebotschaft wird von der Zielgruppe als besonders positiv empfunden. 

PS: Was die digitale Radiowelt der Werbewirtschaft bietet, haben wir auch in einer anschaulichen, unterhaltsamen Video-Soap dargestellt. Hier einen Blick in die Zukunft werfen: http://www.radiozentrale.de/site/590.0.html

Gastblogger in der KW 50

CLea am Freitag, den 7. Dezember 2007

Sensationell: Lutz Kuckuck wird uns in der kommenden Woche einen Gastbeitrag posten. Der Geschäftsführer der Radiozentrale schreibt im radio.blog ein paar Zeilen zur Zukunft des Mediums. Wie wird es aussehen? Was kann es? Warum brauchen wir es in den kommenden Jahren noch notwendiger als zuvor? Die Antworten auf diese und viele andere Fragen gibt’s Donnerstag früh hier im radio.blog. Also: Jetzt RSS-Feed abonnieren, um definitiv nichts zu verpassen oder am Donnerstag früh einfach noch einmal vorbeischauen.

By the way: Am Fuß der Seite gibt es jetzt für alle Mister Wong-Nutzer einen Bookmark-Button…

Alles wird gut

Michael Lutter am Dienstag, den 27. November 2007

 Es war der letzte Freitag in der Seminarreihe des AS&S Radio-Club Workout 2007 in München, und ich wusste plötzlich dass dieser Tag böse enden würde. Mitten im Vortrag wurde aus einem unbestimmten Grummeln im Kopf innerhalb einer Stunde eine gut ausgeprägte Migräne mit allem was dazu gehört. Das Mittagessen ließ ich schon wohlweislich ausfallen und verabschiedete mich ein wenig später ins Hotelbett hinter zugezogene Vorhänge. Aber wie immer (LeidensgenossInnen wissen Bescheid): Am nächsten Tag war alles wieder gut und eitel Sonnenschein. Und das nutzte ich gleich, um mich bei Olaf Mierau zu bedanken. Olaf war an dem Tag mein Mitstreiter. Ein großes Glück. Olaf ist ein mit allen Narben gezeichnetes Audio-Tier und der Platz hinter den Reglern und Mikrofonen sein natürlicher Lebensraum. Das sah man gleich, bevor man es hörte. Sehr große Sorgen hatte ich mir da nicht gemacht.

Und so war es auch, wie er mir berichtete. Alles war gut gelaufen. Fünf bis sechs Funkspots seien noch entstanden, alle gut bis richtig gut. Und ob es mir auch wieder gut ginge, kam die Frage. Da hätten sich doch alle Sorgen gemacht, so Scheisse wie ich auf einmal ausgesehen hatte. Ja danke, alles wieder gut – und alles war dann auch gut.

Ich war doch wieder sehr erstaunt und erfreut. Acht Leute hatten in wenigen Stunden so viel hinbekommen – auch ohne mich. Acht Leute, die sonst etwas ganz anders tun müssen. Meistens in der Media-Planung Zahlen zusammenstellen. Rabatte rausschlagen. Aber kaum Funkspots kreieren, aufschreiben, produzieren. Es ist immer wieder erstaunlich. Am Ende entstehen so viele gute Spots, oft viel bessere als die, mit denen man tagtäglich belästigt wird. Natürlich ist hier freies Arbeiten angesagt. Keine alles zerredenden Meetings, kein Druck, keine unerfüllbaren Vorgaben. Aber am Anfang schon ein professionelles Briefing, ein richtiger Kunde ein echtes Produkt. Und am Ende gute Radiospots. Toll.

Weil wir in den Stunden davor die Köpfe und Herzen dafür geöffnet haben? Weil in Hörbüchern und Podcasts allgemein wieder mehr zugehört wird? Weil die Ohren – und nicht die längst übersättigten Augen – vielleicht das größte Einfalltor zur Phantasie sind? Wie auch immer. Am Ende bleibt das gute Gefühl, dass es mit der Radiowerbung wieder besser, schöner und aufregender wird, wenn wir alle so weiter machen. Ich freu mich schon auf nächstes Jahr!

Auf den Inhalt kommt’s an

MLoeb am Mittwoch, den 14. November 2007

Als das digitale Zeitalter im Hörfunk begann, war auch die Vorraussetzung zur Kompression von Audiosignalen geschaffen – mp3 hat die Welt verändert. Heute gibt es viele Verbreitungswege, durch die Radiohörer immer und überall und gegebenenfalls auch zeitversetzt erreichbar sind. Es ist nichts Neues, dass unsere Gesellschaft mobil ist. Der Radiohörer war es schon lange – zum Beispiel mit dem Autoradio. Aber das Sendegebiet war begrenzt und wenn er seine Lieblingssendung verpasst hatte, dann hatte er sie verpasst. Das ist heute anders. Jetzt kann der Hörer auch in der U-Bahn, beim Bergsteigen, im Café oder im Urlaub sein Wunschradioprogramm abrufen – zeitunabhängig als Stream oder On-Demand-Dienst. Zumindest wenn er es will.

Warum sollte ein Hörer gerade auf das Programmangebot der Öffentlich-Rechtlichen nicht verzichten wollen?

Klar, weil er nur hier einen zentralen „Contentprovider“ findet, der ihm qualitativ hochwertige Sendungen und aktuelle, verlässliche Informationen zu allen Themen und Lebensbereichen liefert. In 2006 entstanden im ARD Hörfunk täglich rund 83.900 Minuten Programm, davon 25.000 Minuten im Bereich Information und Service, 5.900 Minuten Beiträge zu Themen aus Kultur und Bildung und 6.300 Minuten Unterhaltungssendungen. Nur zur Erinnerung: ein Tag hat 1440 Minuten. Unter der Dachmarke ARD entsteht also täglich eine enorme Programmvielfalt, die eine freie und umfassende Meinungsbildung möglich macht. Wer was zu sagen hat, der sagt es in der ARD. Wer mitreden können will, der hört ARD Radios. Neben großen, aktuellen Themen aus Politik, Zeitgeschichte und Gesellschaft ist bei den Öffentlich-Rechtlichen auch Platz für Nischenprogramme und Specials zu Kunst, Kultur und Wissenschaft.

Content ist und bleibt King. Und genau darin liegt das Kapital und die Kompetenz des ARD-Hörfunkbouquets. Die ARD trägt per Programmauftrag Verantwortung für die Bildung der Gesellschaft. Und die junge Generation erreicht man häufig nur noch online oder auf mobilen Endgeräten. Es ist also Zeit für ARD 2.0. Schließlich zahlt der Nutzer Rundfunkgebühren und kann erwarten, dass das Angebot der Öffentlich-Rechtlichen auf allen Verbreitungswegen präsent ist.  

Kreatives Crossmediales Audiotainment

Jens Desens am Dienstag, den 6. November 2007

Jens DesensIch weiß nicht, wie Sie sich diese fantastische Marketing-Wort-Konstruktion übersetzen – ich verstehe und erkläre sie gerne wie folgt:

Meine Mutter sagte einmal: Junge, hast du schon gehört? Unser Nachbar hat heute sein Portemonnaie in der Mülltonne verloren, soll noch Geld drin gewesen sein. Kannst ja mal schauen, ob du es findest. Und wenn du gehst, kannst du bitte unseren Müll mitnehmen, und auf dem Zettel hab ich noch ein paar Dinge aufgeschrieben, die du bitte einkaufen gehst!“

Heute würde ich meine Mutter als mein Vorbild für kreatives (sensationeller Einstieg mit dem Nachbarn), crossmediales (das gesprochene Wort verlängert in Schriftform) Audiotainment (authentisch erzählt, spannend und verständlich) bezeichnen. Unsere Arbeit und unser Erfolg im Radio ist heutzutage immer nur so gut, wie wir die Ziele unserer Kunden in einer schönen, authentischen Geschichte erzählen können, die uns der Hörer abnimmt. Die Geschichte muss nachvollziehbar sein und so einfach, dass der Hörer sie versteht und in ein Handeln im Sinne des Kunden umsetzen kann. Radio ist hier der perfekte Einstieg für einen Werbekunden, dem Hörer/seinem potentiellen Kunden eine Geschichte zu erzählen. Radio ist authentisch, es hat einen hohen Vertrauenswert und es erreicht zu erschwinglichen Preisen eine Masse an Menschen. Und das bis zur kleinsten regionalen Einheit. National agieren, Ziele regional erreichen.

Aus dem Radio heraus kann die Geschichte dann zum Beispiel ins Internet verlängert werden. Oder mit Stunts, Events und Promotions am POS ihre großes Finale erreichen. Radio ist der Ausgangspunkt, alle weiteren Medien bauen dann auf das Ziel des Werbekunden auf. Mit dem Medium Radio ist meist mehr zu erreichen, als man annimmt. 

Die Geschichte mit meiner Mutter ging jedenfalls so aus, dass ich tatsächlich ein Portemonnaie mit 5 Mark im Müll fand. Wer es da wirklich hingelegt hat, habe ich nie erfahren. Die Geschichte war so gut, dass ich selbst heute gern den Müll raus bringe. Man könnte ja eine Brieftasche finden. Schauen Sie doch auch mal nach und wenn Sie eine finden, dann schreiben Sie mir. Das ist dann auch crossmedial!

Lebst du noch – oder bloggst du schon?

ARohnke am Mittwoch, den 31. Oktober 2007

Achim RohnkeAngeblich bloggt die Welt – glaubt man zumindest den einschlägigen Medien. In Blogs werden Trends gesetzt, Meinungen gemacht, Lügner entlarvt, Machenschaften aufgedeckt und Helden gestürzt. Nur wann und wer bloggt denn eigentlich – diese Frage hat für mich noch niemand ausreichend beantwortet. Rund 11 Prozent aller Online-Nutzer haben laut ARD/ZDF-Onlinestudie2007 zumindest selten ein Weblog besucht. 76 Prozent davon rufen lediglich Informationen ab, ohne selbst Beiträge zu verfassen. Die Gemeinde der Blogger wird also immer überschaubarer. Aber wenn jemand bloggt, dann ist er laut „Media Perspektiven“ “… durch die ständige Interaktion in der Blogosphäre engagierter und vergleichsweise aktiv“. Sind die Besucher dieser Website also aktiver als der Rest der Onlinewelt? Das wollen wir mit diesem Blog herausfinden. Teilen Sie uns mit, wie wichtig Ihnen der elektronische Austausch der Branche ist – schauen Sie vorbei in unserem Radioblog und diskutieren Sie mit uns die spannenden Themen der Radio(Werbe)welt. Wir freuen uns auf Ihren Beitrag.

Achim Rohnke, Geschäftsführer AS&S Radio


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