Monatsarchiv für Februar 2012

Der Radiokonsum im Web

Valeria am Montag, den 20. Februar 2012

Helau an alle eingefleischten Faschingsfans und starke Nerven für alle Fastnachtsmuffel!

Es ist zwar nicht besonders angenehm da draußen, aber der sibirische Frost ist hoffentlich endgültig dahin. Wer weiß, ob wir nicht schon bald im Straßencafé bei einem Latte Macchiato verweilen können. Bis zu diesem „Sommertraum“  wird es wohl noch ein wenig dauern. Daher kehre ich in die Realität zurück und berichte euch von ein paar aktuellen Tendenzen aus dem Bereich der Radionutzung im Netz.

Neulich bin ich auf dem Internet-Portal phonostar.de auf ein spannendes Ranking gestoßen: Die meistgehörten Radiosender  im Internet 2011. Die drei Top-Plätze teilen sich öffentlich-rechtliche Radioanbieter. SWR3 rangierte im Dezember an erster Stelle, gefolgt von dem informationsorientierten (allerdings werbefreien) Deutschlandrundfunk, der sich im Februar 2012 den ersten Platz geholt hatte.  An dritter Stelle: 1 Live, der Jugendsender des Westdeutschen Rundfunks. Das gute alte „Kopfkino“  namens Radio, das wir vor geraumer Zeit lediglich terrestrisch empfangen konnten, entdeckte für sich das Internet, als einen zusätzlichen Verbreitungsweg. Andererseits strotzt das Web heutzutage von so genannten Internet-Only-Sendern, die, wie der Name bereits verrät, ausschließlich über Internet  zu empfangen sind. Das Beste dran – Jedermann kann seine eigene Webradiostation aus der Taufe heben und zwar lizenzfrei. Allerdings, wie das Phonostar-Ranking zeigt, bleiben die bereits etablierten UKW-Radioanbieter an der Spitze. So überraschend ist diese Rangfolge nicht. Die steht ja völlig im Einklang mit den Ergebnissen unterschiedlicher Studien zum Radiokonsum im Internet. Beim heutigen riesiegen Angebot an gestreamten Hörfunkwellen, die sich in spezifisch musikalischen und digitalen Leistungen überbieten, lauert die Gefahr den Überblick zu verlieren. Da werden die starken Medienmarken zu einer Art Orientierungsanker. Sie sind bereits renommiert, glaubwürdig und ihre gute Ausgangsposition samt den Reichweiten wird schlicht und ergreifend auf die digitale Ebene übertragen. Da frage ich mich, wie man heutzutage neue Zielgruppen im Internet erschließen kann? Jeder Sender, der im Web präsent ist, hat viel zu bieten (zu den traditionellen Rundfunkdiensten versteht sich):  Livestreams, Radio-On-Demand und damit die Möglichkeit, eine verpasste Sendung jederzeit zu genießen, Mitschnittservice und ganz wichtig - die Infos zu Interpreten und Titeln, etc. So kann man quasi im internettechnischen Luxus schwelgen. Aber ein guter Internetauftritt allein ist offenbar kein magisches Allheilmittel, um Reichweiten aufzupäppeln. Der Bekanntheitsgrad könnte manchmal hilfreich sein, sowie ein zentralisiertes Portal, um die Navigation im Web zu vereinfachen. Dieses Konzept hat beispielsweise die ARD von ein paar Jahren umgesetzt. Die Dachdomain ard.de enthält die weitere Verlinkung ARD Radio net, über die wiederum alle Landesrundfunkanstalten gebündelt sind. Von dort aus kommt man zu den einzelnen Radioseiten. Über welche Internetplattformen hört ihr eigentlich eure Lieblingssender?

Ich mache mich nun weiter an die Arbeit und sage euch Tschüss,

Valeria


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